Neues vom Tee

Tasse Matche und Kirschblütenzweig auf grün
Matcha-Sorten

Ob Wintertees mit Kuchen-Zutaten, Veggie-Tees als Gemüse-Frucht-Kombinationen oder Matcha-Latte. Teetrinker lassen sich immer wieder Neues einfallen…

Abwarten und Tee trinken! Das vielfältige Heißgetränk lässt sprichwörtlich Ruhe einkehren. Das heißt jedoch nicht, dass es derweil langweilig werden muss. Auch in diesem Winter überraschen wieder viele neue Teevariationen die Genießer. 

Tee wie ein Kuchen

IceTeaIm vergangen Jahr noch als Geheimtipp gehandelt, haben es Tees mit Gebäcknoten in dieser Saison auf Platz eins in der Hitliste der Tee-Trends geschafft. Die neuen „Wintertees“ schmecken z.B. nach Apfelstrudel, Lebkuchen, Blue Berry Muffin, Schoko-Kirsch-Brownie oder Strawberry Cheesecake – für jeden Kuchenliebhaber ist das Richtige dabei. 

Für naturbelassenen Apfelstrudel-Tee wird grüner oder schwarzer Tee durch die Zugabe von Apfelstückchen, Gewürzen und Marzipan verfeinert. Für Supermarkt-Tees aus dem Beutel wird oft einfach in die Aromenkiste gegriffen. So oder so haben Kuchentees in der Regel deutlich weniger Kalorien, als würde man tatsächlich ein Stück Gebäck verzehren und sind somit eine tolle Bereicherung an kalten Winterabenden. 

Die Experimentierfreude bei den Gewürztees ist ohnehin ungebremst. Laut jährlicher Umfrage der Wirtschaftsvereinigung Kräuter-und Früchtetee in Hamburg, ist Ingwer – vor allem in Kombination mit Früchten oder Kräutern – nach wie vor der Dauerbrenner. Die antibakteriellen Eigenschaften der würzigen Knolle, zusammen mit der reizlindernden Wirkung der Minze oder dem hustenlindernden Tymian machen den heißen Cocktail zum schützenden Begleiter in der Erkältungszeit. Bewährt hat sich dabei auch die Zugabe von Vitamin spendenden Zitrusfrüchten. 

Interessante Gewürztees lassen sich auch ganz leicht selbst herstellen: Einfach Kräuter und Gewürze mit heißem Wasser aufgießen und auch mal mit ausgefallenen Zutaten, wie klein geschnittenen Früchten, Zitronengras oder Rosmarin, ergänzen.

Superfruits und Gewürze

In Gewürzteemischungen immer öfter verwendet werden Gartenklassiker wie Holunder oder Pfirsich. Gern genommen werden auch Superfruits wie Moringa, Goji- oder Acai-Beere. Moringa-Pulver wird aus den Blättern des ursprünglich aus Nordindien stammenden „Meerrettichbaums“ gewonnen. Sein Gehalt an Senfölglykosiden sorgt dafür, dass die Wurzeln des Baumes ähnlich wie Meerrettich riechen und die Blätter einen scharfwürzigen Beigeschmack haben. 

„Wohlfühlen und Tee genießen“, fasst Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee das Motto der diesjährigen Saison zusammen. „Für die Wintermonate sorgen nicht nur Salbei und Minze, sondern auch Kräuter- und Früchtetees mit außergewöhnlich exotischen Geschmacknoten, z.B. denen von Kurkuma, Safran, Kardamom oder auch Kakao, für besonders wohlige Momente.“ Heißer Tee mit Honig

Auch in den USA revolutionieren derzeit einige Anbieter die Welt der Gewürztees. Junge, erlebnisorientierte Teetrinker sind auf der Suche nach innovativen Kreationen. Besonders beliebt ist z.B. der „Bengal Spice Tea“ des Herstellers Celestial Seasonings aus Colorado. Eine Tasse des Tees ist wie eine Reise zu einem exotischen Gewürzmarkt – ein vollaromatischer Genuss aus Kräutern und Gewürzen ohne Koffein. 

Veggie-Tee

Ganz neu im Trend sind auch sogenannte „Veggie-Tees“. Für sie wird roter oder grüner Tee kombiniert mit Früchten und Gemüse, wie z.B. Kürbis, Karotte, Orange und Ingwer. 

Für die Sorte „Frischer Spinat“, die es im Internet bei „teaworld“ gibt, geht der kostbare weiße Pai Mu Tan Tee eine Liaison mit dem grünen Blattgemüse ein. Lemongras, grüne Minze und Zitronenschale runden die Komposition geschmacklich ab und machen sie zu einem interessanten Begleiter für ein leichtes Essen. 

Aber auch als Vitalstoffquelle, anstelle einer Zwischenmahlzeit, werden Veggie-Tees gern getrunken. Denn Gemüsetees sind säurearm und magenschonend. Als geschmacklich vielfältiges, aber trotzdem kalorienfreies Getränk können sie etwa eine Entgiftung oder Fastenkur begleiten – oder einfach nur einen gesunden Ernährungsstil unterstützen. 

Neben Kreationen mit weißem oder grünem Tee, werden Gemüsetees auch pur angeboten. So liest sich etwa die Zutatenliste des „Curly Cabbage Organic“ bei „teaworld“ wie die einer Suppe. Er enthält Kohlstücken, Broccoli, Karotten, Petersilie, Olivenblätter, Muskat und die Mikroalge Spirulina, die die Selbstheilung des Körpers aktivieren soll. 

So ist es kaum verwunderlich, dass Gemüsetees auch als Suppengrundlage verwendet werden können oder die Würzung für ein leckeres Risotto hergeben. Als natürliche Würze eignen sich z.B. kräftige Teesorten mit Karotte, Curry, Kurkuma oder Tomate und Tymian. 

Der Anbieter „Shuyao“ vertreibt im Internet mit dem Slogan „Trink dich satt“ verschiedene „go veggie tee sets“ – von der Probiertüte bis zur Geschenkbox. Tee

Matcha-Latte

Matcha-LatteUngebrochen ist auch in diesem Jahr wieder die Beliebtheit des japanischen Matcha-Tees. In der klassischen Zubereitung wird das feinst gemahlene, grasgrüne Teepulver mit einem speziellen Teebesen in der Schale zuerst mit einer kleinen Menge kaltem, dann mit heißem Wasser verquirlt. 

Brandneu ist die Zubereitung als belebender „Matcha Latte“. Dafür wird das heiße Wasser im zweiten Zubereitungsschritt einfach durch geschäumte Milch ersetzt. Beliebt ist der leuchtend grüne „Matcha Latte“ auch in der veganen Variante mit Soja-, Reis-, Hafer- oder Mandelmilch. In dem grünen Teegetränk zeichnet der Milchschaum hübsche Muster. Puristen mögen es ganz ohne Zucker – aber natürlich schmeckt die mit Zucker oder Honig gesüßte Variante auch sehr gut. 

Simone Hoffmann

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