Klang erleben, smart wohnen

Ausstellung im HiFi-Forum
Ausstellung im HiFi-Forum

Heiko Neundörfer ist ein Phänomen. In seinem HiFi Forum in Baiersdorf bietet er Gesamtlösungen für Smart Home, Heimkino und HiFi an. Dass es toll ist, wenn alles aus einer Hand kommt, beschwören viele. Aber Neundörfer plant und baut mit einem breiten Netzwerk von Handwerkern und Technikprofis für seine Kunden, als wäre er mit seinem eigenen Haus beschäftigt. In Perfektion, mit Liebe zum handwerklichen Detail, mit Wertschätzung für qualitativ hochwertige Produkte, mit kreativen Einzellösungen. 

„Die Besonderheit ist bei uns, dass wir HiFi-, Cinema- und Smart-Home-Lösungen als Gesamtpaket anbieten“, sagt Heiko Neundörfer, Geschäftsführer des HiFi Forums in Baiersdorf. „Das betrifft die Raumplanung, Verkabelungsplanung und Projektplanung.“ In der Praxis heißt das, dass Neundörfer auch mit dem Tischler oder Ofenbauer seines Vertrauens zusammenarbeitet. 

Wenn die Raumplanung einen Umbau erfordert, der zur optimalen HiFi Lösung führt, werden dafür etwa Mauervorsprünge so abschliffen, dass der Beamer auf der exakt passenden Höhe steht. Der Kamin bekommt seinen Platz in einer Medienwand oder Lautsprecher verschwinden elegant hinter einem schmalen Wandbild. 

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Showkino im HiFi-Forum
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Platz nehmen und Klang genießen im HiFi-Forum

Wenn die Planung stimmt, geht der Einbau schnell

Für die 3 D-Darstellung eines Wohnzimmers mit Küche plant das Team des HiFi Forums, in dem jeder sein Spezialgebiet hat, daher auf drei Ebenen: Neben der Komplettplanung gibt es einen Plan für alle Anschlüsse und einen für die Möbel. „Das bedeutet, dass ein Projekt komplett durchdacht ist, bevor es an die Installation geht“, sagt Neundörfer.

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Im Smart Home Musterhaus des HiFi-Forums lebt Heiko Neundörfer mit seiner Familie

„So haben wir etwa ein Kino im Haus eines Kunden in nur drei Tagen eingebaut, waren aber vorher acht Wochen der Planungsphase mit ihm.“ „Bei uns beschäftigen sich drei unserer Mitarbeiter mit nichts als der Planung“, erklärt Neundörfer. Das lohnt sich seiner Erfahrung nach immer. Ist das Projekt vorher durchdacht, geht der Einbau schnell. „Um eine ganze Villa komplett auszustatten, kann die Planungsphase bis zu zwei Jahren dauern. Dann sitzt jedoch jeder Handgriff und ist mit dem Elektriker und allen Beteiligten Handwerkern abgestimmt, bevor der Einbau beginnt.“

„Wenige Händler machen es so wie wir, weil man dafür ein richtig dickes Fell und immer einen guten Grundstock an Projekten braucht“, räumt Neundörfer ein. Anders gesagt: Wenn man höchste Qualität und nachhaltige Arbeit liefern möchte, gibt es nicht den Zeitpunkt, an dem alles von selbst läuft.

Heiko Neundörfer
Heiko Neundörfer, Geschäftsführer des HiFi Forums Baiersdorf

Akustik vom Feinsten

Der unauffällige Laden in Baiersdorf, der auch als Showroom dient, ist eine Offenbarung für Akustikfans. In den oberen Räumen bieten sich verschiedene Klangerlebnisse, vorgeführt an auch optisch besonders ansprechenden HiFi Lösungen. Viele Medienregale bestehen aus Natursteinen – manche bildhauerisch grob bearbeitet und unterbrochen von filigranem Glas, andere aus einer Anordnung eleganter dunkler Schieferplatten. Die Akustikvorgänge vor den Fenstern reflektieren auch und lassen in heißen Sommern nicht die ganze Sonne ins Zimmer. 

Im Untergeschoss zeigt Neundörfer die Möglichkeiten moderner Heimkinos. Das 3 D System für Ton bedeutet komplett und körperlich in das Klangerlebnis eines Films einzutauchen, als stünde man mitten in der Handlung. Kommt ein Auto im Film von links, kommen die dazu gehörigen Geräusche von der gleichen Seite. 

Bei einer Szene auf dem Schiff sind Meer, Wind, Wellen rund um den Kino-Besucher herum präsent und werden hautnah miterlebt. Beeindruckend ist die unglaubliche Präzision und Unmittelbarkeit der Musik und Geräusche.

Elegante Holzlamellen sorgen für die optimale Brechung des Klangs. Hinter den nur 10 cm dicken Wänden sind Akustikmodule, Diffusoren und Subwoofer verborgen. 

HiFi Spezialisten
Ein Team aus Spezialisten

Kinoerlebnisse für zuhause

„3 D war für den Ton ein ähnlich großer Schritt wie ehemals der Schritt von Stereo zum Surround System“, erläutert Neundörfer. Im Bildbereich ist HDR eine ähnlich spektakuläre Entwicklung. Auch das kann man in Neundörfers Showroom erleben. „Bisher ließen sich Goldtöne – wie etwa die Schätze in Ali Babas Räuberhöhle – nicht richtig darstellen. Gold war immer gelb. Jetzt ist es glänzendes Gold, wie in Wirklichkeit“.

Verlässt man das Kino, wird deutlich, dass smarte Haustechnik für das HiFi Forum immer dazu gehört.  Die Anwendungsszene der Haustechnik „wirft“ die Besucher sanft aus dem Kinosaal, sobald der Abspann des Films vorbei ist. Das Licht wird erst heller, dann nach und nach abgedunkelt. Fade in – Fade out…

Von 100 gelisteten Händlern in Bayern haben nur drei einen Showroom zur Präsentation des Bild- und Tonerlebnisses. Ein Versäumnis, findet Neundörfer: „Warum sollte ich mir ein neues TV Gerät kaufen, wenn ich nicht erleben kann, wie genial die Farben und der Ton sind. Die reine Warenversorgung macht der Internethandel inzwischen genauso gut wir.“

Smart Home 4.0

Neundörfer bietet die Komplettplanung von High End HiFi und Smart Home-Lösungen an. Er selbst wohnt mit seiner Familie in einem der spannendsten Smart Home Häuser Deutschlands, das gleichzeitig Musterhaus für seine Kunden ist. „Wir treten aktuell in die Phase des Smart Home 4.0 ein“, sagt er. 

Er erklärt gleich, was er damit meint: „Früher hatten wir mehrere Systeme und waren stolz darauf, dass das eine auf das andere zugreifen konnte. Das Haus-Bus-System kommunizierte mit dem Mediensteuerungssystem. Im High End Bereich war das bereits vor etwa 18 Jahren möglich. In Zeiten von Smart Home 4.0 brauchen wir nur noch ein Steuerungssystem!“

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Raum trennende Medienwand von der Wohnzimmerseite mit Fernseher aus gesehen.

Das bedeutet: „Die komplette Visualisierung und Steuerung übernimmt ein System! Wir haben es mit Datenbanken zu tun, in denen 30.000 Mediengeräte und Steuerungscodes hinterlegt werden können. Wir programmieren nicht mehr, sondern konfigurieren nur noch“.

Das bedeutet einen wesentlich geringeren Zeitaufwand: „In 6 Stunden haben wir die Gruppenadressen für die Ausstattung einer ganzen Villa eingegeben. Die komplette Visualisierung macht das System selbst“, schwärmt Neundörfer. 

Intelligentes Haus wird erschwinglich

HiFi„Das Smart Home wird damit für viel mehr Menschen erschwinglich“, sagt Neundörfer. „Wenn früher Medien- und Haussteuerungssystem zuerst installiert werden mussten, um danach alle anderen Geräte einzupflegen, brauchten wir viele Arbeitsstunden Zeit.“ Elektrik und Mediengeräte ließen sich bisher nur mühevoll aufeinander abstimmen. Das ändert sich jetzt.

„Das Steuerungssystem, dass das Ganze dann smart macht, gibt es bereits ab 1000 Euro plus zwei Tage Arbeit für die Konfiguration“, verrät Neundörfer.

„Insofern ist das HiFi Musterhaus in dem wir wohnen als Smart Home nun bereits veraltet“, sinniert Neundörfer. „Ich kann es jedoch zu einem Smart Home 4.0 aufrüsten. Ein Bus System im Hintergrund habe ich bereits. Einzelne Mediengeräte und Multi-Home-Systeme werden eingebunden. Nur Türsprechanlagen sind in Sachen Aufrüstung problematisch, weil oft einfach ein profanes Netzwerkkabel an der Klingel fehlt. Dieses Problem muss man dann baulich angehen und braucht eine gescheite Planung.“

„Alles ist mit einer Fernbedienung steuerbar, die sozusagen ein Smart Home Light ist“, beschreibt Neundörfer die Neuerung. „Ich setze mich mit Fernbedienung auf ein Bus System plus Bedienoberfläche auf.“ 

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Esszimmer-Seite der Medienwand, die zum beidseitig nutzbaren Raumtrenner wird

Anwesenheitssimulation in Perfektion 

Alle Displays, die sowieso im Haus sind, können eingebunden werden. „Die Visualisierung kann ich mir z.B. auf dem Handy oder dem Fernseher ansehen und damit alles bedienen – Haussteuerung, Telefon, HiFi, TV, Sicherheitskameras…“, so Neundörfer.

„Es wird immer weniger mit Tasten gesteuert. Die Anwendungsszenen nehmen zu. Dabei werden möglichst viele Automatismen abgerufen. Ein Beispiel für so eine Anwendungsszene wäre ‚Heimkommen im Winter‘. Welche Lichter gehen an? Wie lange vor der Heimkehr der Bewohner des Hauses soll die Heizung eingeschaltet werden? Ein anderes Beispiel für eine Anwendungsszene: Wenn ich Hometrainer ausschalte, wird das warme Wannenbad eingelassen…“ 

Auch die Abschreckung von Einbrechern wird immer leichter: „Das Anwendungssystem zeichnet meine Video- und Audionutzung auf und kann, wenn ich auf Reisen bin, einen Durchschnittstag von mir abfahren. Das ist Anwesenheitssimulation in Perfektion!“ meint Neundörfer.

Elisabeth Voigt

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„Was es nicht gibt, wird halt gemacht“

Heiko Neundörfer ist Fachmann für mediale Generalüberholungen vom Feinsten. In besonders kniffligen Fällen, läuft sein Team zur Hochform auf und denkt sich die kreativsten Lösungen aus. 

Medienwand als Sofa

Die mediale Versorgung dieses Penthouses war eines der innovativsten Projekte des HiFi Forums. 

Der durchgehende, riesengroße Raum erhielt eine große, freistehende Medienwand als Raumteiler, in der alle Kabel und optisch nicht ansprechenden Geräte verschwinden. 

Auf der anderen Seite der Medienwand befindet sich der Essbereich der Wohnung. Sensationell: Die Rückseite der Medienwand ist ein langes Sofa und damit Sitzgelegenheit für den Esstisch.

„Gibt es das sonst noch irgendwo?“ fragt Neundörfer stolz. Hier zeigt sich, wie gut es ist, mit passionierten Handwerkern zusammen zu arbeiten, die ebenfalls kreativ mitdenken: Die Idee für das lange Sofa in der Medienwand hatte der Tischler.

Wohnkino mit Salzwand

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In diesem Wohnkino ist die große Salzwand der Hingucker. Neundörfer bezieht die Lebenswelt des Kunden immer in seine Planung ein. Das Wohnen richtet sich nicht nach den technischen Gegebenheiten sondern umgekehrt. 

„Wohnzimmer bleibt Wohnzimmer. Wir sagen dem Kunden nicht: Du musst dich in ein Tonstudio setzen, wenn du Musik hören willst“, sagt Neundörfer.

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Der Beamer schwebt in einem speziell an die Akustikdecke gesetzten Kasten.

Kamin in der Medienwand

„Das ist eines der schönsten Projekte, die wir bisher gemacht haben – und eins der schwierigsten“, sagt Neundörfer. 

Für dieses Projekt musste er eng mit dem Ofenbauer zusammenarbeiten, denn die komplett vorgebaute, durchgehende Wand mit Kamin ist gleichzeitig eine Medienwand, hinter der sich alle Geräte verstecken.

Für Neundörfer war klar: Die Orientierung der Menschen in diesem Wohnzimmer wird sich immer zum Feuer ausrichten. Dort muss auch die Leinwand für das Fernseherlebnis hängen. 

Der Beamer schwebt in einem speziell dafür auf die Akustikdecke aufgesetzten Kasten über dem Sofa.

Fährt die Leinwand hoch, wird klar, worum es bei diesem Projekt eigentlich ging: Die Kunstwerke die diese Kundin zeigen wollte, wenn die Leinwand nicht gebraucht wird, waren der Auslöser für diese Idee. HiFi

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Fotos: HiFi-Forum Baiersdorf